![]() |
| Langstreckenlaufen macht schwach! |
Aber vielleicht hätte Achim Achilles, Lieblingsläufer der Nation und Kolumnenschreiber bei Spiegel-Online, sich ein bisschen mit Sportwissenschaften auseinandersetzen sollen, bevor er anfing Langstrecke zu laufen, um Fett zu verbrennen.
Das das Laufen über lange Strecken zu einer Abnahme von Körpermasse führt, ist unbestritten. Bloß leider verliert man die falsche Sorte an Masse. Noch schlimmer wird der Effekt, wenn man sich danach, wie in Läuferkreisen lange Zeit üblich, mit "langkettigen" Kohlenhydraten vollstopft, denn die landen direkt in den ungeliebten Fettzellen.
Cardio ist katabolisch! Abgesehen davon, dass es hungrig macht, verbrennt es also Körpermasse. Die Belastung die beim Langstreckenlauf auftritt, hat jedoch eine sehr niedrige Intensität. Es wird nur sehr wenig körperliche Kraft benötigt, um einen Fuß vor den anderen zu setzen. Je schwerer ein Körper ist, desto mehr Energie wird benötigt, um diesen zu bewegen. Muskelmasse ist schwerer als Fett. Das weiß der Körper aber nicht. Was der Körper weiß, ist das in den Fettzellen "Notreserven schlummern. Fettzellen benötigen zudem keine Energie. Muskeln hingegen benötigen selbst im Ruhezustand Energie. Da die Lieblingsworte des menschlichen Körpers "Überleben" und "Effizienz" sind, bleibt nur eine logische Reaktion. Wir versuchen die Reserven zu schonen, denn wer weiß wie lange wir noch weiterlaufen müssen. Gleichzeitig ist ein leichterer Körper aber effizienter beim Laufen. Fürs Laufen benötigen wir keine Kraft, dass heisst die ganzen dicken Muskeln, die so schwer sind, müssen weg.
Langer Rede, kurzer Sinn: Wer nur Langstrecke läuft wird schwach und sieht am Ende so aus, wie der Herr auf der linken Seite im Bild. Oder noch schlimmer, er wird schwach und bleibt dabei auch noch dick, weil er dem Kohlenhydrathunger nachgibt.
Wer lieber wie der Mann daneben aussehen würde, oder zumindest so ähnlich, sollte lieber selten als oft lange Strecken laufen.
Stattdessen lieber kurz, intensiv und schwer trainieren. Und wer das Laufen nicht bleiben lassen kann, der sollte sprinten. Distanzen von 30 bis 200 m. Kurze Pausenzeiten. 3:1 ist ein gutes Verhältnis. Und das ganze dann 5 - 10 Mal an zwei Tagen in der Woche.
Wenn der liebe Achim, dass vorher gewusst hätte, hätte seine Erstbekanntschaft mit CrossFit bei Leo ihm wohl nicht so zugesetzt. Auch die 32 Pfund Kettlebell (das sind übrigens läppische 16 kg) wäre ihm nicht so schwer vorgekommen. Ehrlich gesagt wäre es mir peinlich öffentlich zuzugeben, dass mir ein 16 kg Gewicht zu schwer gewesen ist, um es vom Boden aufzuheben.
Ich hoffe Achim Achilles macht jetzt öfter mal CrossFit und läuft am Ende mit hundertprozentiger Sicherheit auch seinen Marathon mit einer neuen Bestzeit.
